Schulinformation

Die schulische Ausbildung gliedert sich in eine Grundstufe und in eine Betriebsleiterstufe.

Die Grundstufe dauert 2 volle Schuljahre, wobei im 1. Jahr die Schulpflicht erfüllt wird und gleichzeitig bereits in einer sehr praxisorientierten Ausbildung ein umfangreiches landwirtschaftliches Wissen vermittelt wird.

Mit dem 2. Schuljahr wird die landwirtschaftliche Berufsschulpflicht erfüllt, die für landwirtschaftliche Lehrlinge verpflichtend ist.

Die Betriebsleiterstufe beginnt mit einer 15 Monate dauernden Praxis (davon mindestens 3 Monate verpflichtende Fremdpraxis) und endet mit einem Abschlusssemester (4. Schuljahr), welches 8 Monate dauert.

Die Ausbildung endet mit der Verleihung des Facharbeiterbriefes. Dieser kann in den Fachrichtungen

  • Weinbau und Kellerwirtschaft oder
  • Landwirtschaft mit Wein-, Obst- und Gemüsebau

gemacht werden kann.

Die Absolventen der Landwirtschaftlichen Fachschule Eisenstadt sind in Wein- und Sektkellereien, sowie in Obstbau- und Gemüsebaubetrieben geschätzte Fachkräfte.

Bildungsziel:

Die Fachschule hat die Aufgabe, die Schüler auf die selbständige Führung eines landwirtschaftlichen Betriebes und auf die Ausübung einer verantwortungsvollen Tätigkeit in der Landwirtschaft vorzubereiten. Dafür stehen alle modernen Einrichtungsvoraussetzungen bis hin zu einer entsprechenden EDV - Ausstattung zur Verfügung.

Aufnahmevoraussetzungen:

  1. Erfolgreicher Abschluss der 8. Schulstufe
  2. Körperliche Eignung

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten:

Durch die vierjährige Ausbildung ergeben sich für die Absolventen der Schule nicht nur hervorragende Berufsaussichten in der Landwirtschaft, sondern es gibt auch zusätzliche Möglichkeiten im Beruf und in der beruflichen Weiterbildung.

  1. Meisterprüfung in einem landwirtschaftlichen Beruf:
    Nach einer 3-jährigen Tätigkeit in der Landwirtschaft und dem Besuch von Vorbereitungskursen, kann die Meisterprüfung abgelegt werden.
  2. Berechtigung zum Zugang zu Landwirtschaftlichen Förderungsprogrammen:
    Mit dem Erwerb des Facharbeiterbriefes gibt es die Möglichkeit, an bestimmten Förderungsprogrammen teilzunehmen (z. B. Jungunternehmerförderung).
  3. Freiwillige Anrechnung von Lehrzeiten bei der Erlernung eines weiteren Berufes:
    Bürokaufmann 1 1/2 Jahre
    Destillateur 1 Jahr
    Landmaschinenmechaniker (nach 80 Std. Blockpraxis) 1 Jahr
    Schlosser (nach 80 Stunden Blockpraxis) 1 Jahr

    Bei einer längeren Praxis sind Anrechnungen bis zu 2 Jahren möglich.

  4. Schulische Weiterbildung bis zur Matura:
    Nach einer mindestens 3 Jahre dauernden Ausbildung in der Landwirtschaftlichen Fachschule besteht die Möglichkeit, die 3-jährige Sonderform einer Höheren Bundeslehranstalt (z.B. LFZ Klosterneuburg oder LFZ Wieselburg) zu besuchen. Durch die gute praktische Ausbildung in der Fachschule wird eine ausgezeichnete Basis für den Weg zur Matura gelegt.